Mittwoch, 5. Dezember 2018

Lost Project – Appalachia von R.Rittermann

Titel: Lost Project – Appalachia (Band 2)
Autor: Robert Rittermann
Verlag: Flying Cheese
Seiten: 194
Taschenbuch/ eBook
Trilogie

Achtung! Spoiler zu Band 1!

Klappentext:
Die Mannschaft des KPG-Projekts hat die ersten zwei Wochen in der Kreidezeit überlebt. Die folgenschweren Ereignisse durch den Aufstand der Soldaten hat das Team empfindlich getroffen. Die Station ist angreifbar und der Transportgleiter im unerforschten Dschungel verschollen. Tom, der siebzehnjährige Sohn von Colonel Matthew Anderson, muss erneut beweisen, dass er den Fährnissen der Urzeit gewachsen ist. Es bleibt nicht viel Zeit, um die riskante Mission zur Rettung der zukünftigen Menschheit vorzubereiten und im Schatten des Dickichts lauern ungekannte und albtraumhafte Gefahren.

Der zweite Teil der Lost Project Trilogie, dessen Aufmachung identisch zum ersten ist, setzt direkt an diesen an. Die Geschichte um Tom geht spannend weiter. Ziel ist es, die Satelliten so schnell wie möglich ins All zu bringen. Doch natürlich geht das alles nicht ohne dass die Natur ein Wörtchen mitzureden hat. So wird das Team mit einem Problem nach dem anderen konfrontiert.
Für mich bleiben am Ende leider ein paar Fragen unbeantwortet, welche hier zu nennen zu viel der Handlung spoilern würden. Um diese zu klären und einige Situationen besser zu erläutern, hätte das Buch ruhig dicker sein können.
Während der „Actionszenen“ entsteht eher der Eindruck, einen Film zu schauen, als ein Buch zu lesen, weil zu viel gleichzeitig passiert und ich am Ende das Gefühl hatte, irgendetwas verpasst zu haben.

Der Autor schafft es Spannung zu erzeugen und die Handlung voran zu bringen, dennoch ist sie an einigen Stellen ausbaufähig. Während der erste Band am Ende nicht richtig abgeschlossen wirkt, sondern eher wie der Einstieg in die Geschichte, um danach endlich loslegen zu können, ist hier ein klares Ende mit einem winzigen Cliffhanger vorhanden. Es ist viel passiert und doch kündigt sich ein aufregender dritter Teil an.

Sonntag, 2. Dezember 2018

Monatsrückblick: November 2018


Monatsrückblick: November 2018

Das Jahr neigt sich dem Ende, wir haben immerhin schon Dezember. Übrigens, Leute, kauft schon jetzt Geschenke, damit ihr am 24. einen entspannten Tag habt! ;) Ich hab meine schon fast zusammen :D Aber ich beschenke auch eher mit selbstgemachten Sachen dieses Jahr. Zurück zum Thema. Ich habe tatsächlich nur 4 Bücher gelesen:

- Skulduggery Pleasant – Mitternacht
- Kindheit ist keine Krankheit
- Die Gaben der Quelle – Befreit (Erscheint im Dezember)

Das macht 1320 gelesene Seiten. Wobei ich Sofies Welt angefangen habe, aber nach ca. 150 Seiten kam Skulduggery Pleasant dazwischen und die vielen Rezensionsexemplare (sie sind Rudeltiere!), sodass ich das Buch nicht mitzähle. Meine Neuzugänge und mein SuB sind dank Buch Berlin und Geburtstag dafür umso zahlreicher:

Neuzugänge

SuB 1

SuB 2


Top Charakter: Skulduggery Pleasant, Salis aus Die Gaben der Quelle
Flop Charakter: der Quande (Die Gaben der Quelle)
Top des Monats: Mein Geburtstagsgeschenk von karg :D
Aufträge nimmt er unter www.woodnmetalart.de an; mit einer besseren Kamera siehts auch besser aus :D

Flop des Monats: Wir wollten HotDogs essen gehen und der Laden hatte einfach mal den ganzen November geschlossen :(

Donnerstag, 29. November 2018

Lost Project – Unter fremden Sternen von R.Rittermann


Titel: Lost Project – Unter fremden Sternen (Band 1)
Autor: Robert Rittermann
Seiten: 170
Taschenbuch/ eBook
Reihe

Auf dieses Buch bin ich auf der Buch Berlin 2018 aufmerksam geworden. Der Autor hatte neben seinen Büchern Lost Project auch Postkarten mit hinreißenden Dinosauriermotiven auszuliegen. Und so sind wir ins Gespräch gekommen und ich habe kurzerhand nach einem Rezensionsexemplar gefragt, welches ich sogar signiert bekommen habe.

Klappentext:
Die Erde im Jahr 2383: Der Einschlag des Gringer-Asteroiden steht unmittelbar bevor und mit ihm das Ende der zivilisierten Welt. In allerletzter Sekunde begibt sich Colonel Matthew Anderson zusammen mit einem Team von Wissenschaftlern auf eine gefährliche Reise weit in die Vergangenheit der Erde, um die Menschheit zu retten. Andersons Sohn Tom wird dabei zum blinden Passagier wider Willen und landet in einer Welt voller Wunder, aber vor allem Gefahren.

UNTER FREMDEN STERNEN ist der furiose Auftakt der Paleo-Science-Fiction-Trilogie LOST PROJECT. Eine explosive Achterbahnfahrt in eine unbekannte Welt. Ein einmaliger Genre-Mix und eine definitive Verneigung vor dem Großmeister des Abenteuerromans Edgar Rice Burroughs.
Diese Ausgabe beinhaltet 15 Illustrationen von Robert Rittermann.



Zuerst ein paar Worte zur Aufmachung. Die Geschichte ist auf Recyclingpapier gedruckt und fühlt sich sehr samtig an, was ich sehr gut fand. Das Buch sieht also nicht nur gut aus, es fühlt sich auch gut an. Enthalten sind Bleistiftzeichnungen, die die Geschichte untermalen, das Auge aber nicht vom Lesen ablenken. Die Aufmachung wäre also schon ein Grund für mich, in die Geschichte hineinzulesen.
Zum Inhalt. Ich finde, der Klappentext ist eine gute Einleitung in die Geschichte. Das Cover und die Zeichnungen lassen schnell klar werden, in welche Vergangenheit es geht. Wie der Autor schon gesagt hat, gibt es nur drei Möglichkeiten über Dinosaurier zu schreiben: man findet sie auf einer einsamen Insel, man klont sie oder man reist in die Vergangenheit. In diesem Buch geht es also um die Giganten der Urzeit in ihrer eigenen Zeit. Und ich finde die Beschreibungen sehr ansprechend. Ich hatte das Gefühl mit dem Team die Umgebung zu erkunden und den Sauriern selbst zu begegnen.
Ich möchte gar nicht so viel zu dem Inhalt sagen, weil das Buch der Einstieg in eine Trilogie ist und der Klappentext auch genug verrät. Das Buch als abgeschlossen zu betrachten ist unmöglich. Es ist der Auftakt und wirkt auch eher wie ein Prolog. Wenn man unter dieser Voraussetzung zu lesen anfängt, glaube ich, kann man sich von dem Buch mitreißen lassen in eine Zeit, die keiner je miterlebt hat.


Wer sich auf eine Abenteuergeschichte in der Urzeit entführen lassen will, dem empfehle ich dieses Buch.

Freitag, 2. November 2018

Monatsrückblick: Oktober 2018


Monatsrückblick: Oktober 2018

Das Jahr holt gefühlt nochmal Anlauf zum Jahresendspurt. Wir haben schon November! Hier sind meine gelesenen Bücher im Oktober:

- Talon – Drachenherz
- Die schreckliche deutsche Sprache

Das macht 1412 gelesene Seiten (Jahresminimum, bis jetzt) und 6 beendete Bücher. Hier sind meine Neuzugänge und mein SuB:




Top Charakter: Ketchupkopf
Flop Charakter: Dante
Top des Monats: Wo soll ich anfangen? Ich habe WoW für mich entdeckt, ich stricke im Moment wieder, und habe ein neues Tattoo.
Flop des Monats: Besagtes Tattoo juckt. Ständig. Und auf dem Rücken komme ich so gar nicht ran :(

Wir und Es von L. Schwarz


Titel: Wir und Es
Verlag: Twenty-Six
Seiten: 103
Taschenbuch


Dieses Buch ist eine Geschichte erzählt von vielen. Es ist ein Blick hinter die Kulissen, wo es um die nackte Wahrheit und alles Unschön geht. Natürlich nicht ausschließlich. Es geht um das anders sein, einsam und doch zusammen, um Schuld und Einsicht. Es ist ein vielseitiges Buch, wie dessen Protagonisten. Einzigartig, bunt, anders. Und ein bisschen schwarz und weiß.
Es ist auch ein Buch über Menschen, die ausgegrenzt werden, obwohl sie doch eigentlich nur dazu gehören wollen. Es ist ein Buch, bei dem man nicht so recht weiß, ob man alles verstanden hat und es am besten gleich nochmal liest. Wie im echten Leben, wenn man Situationen nochmal überdenkt und sich wünscht alles anders machen zu können.

Larissa Schwarz hat eine Novelette geschrieben, die berührt, und zwar jeden auf eine andere Weise, auf einer anderen Ebene. Ich finde die Entwicklung von jedem einzelnen Charakter spannen, was sie erleben und wie sie es wahrnehmen.

Mehr kann ich zu diesem Buch nicht schreiben, denn ich weiß nicht so recht, wie ich in Worte fassen soll, was ich gelesen habe. Wenn ich euch Neugierig gemacht habe, lest dieses Buch und sagt mir, ob es auch auch so ging.

Samstag, 20. Oktober 2018

Steampunk Handbuch für Monsterjäger von T.Vick


Titel: Steampunk Handbuch für Monsterjäger
Autor: Tyson Vick
Übersetzer: Anja Bagus und Anne Amalia Herbst
Seiten: 256
Gebundene Ausgabe mit vielen Bildern


Dieses Buch hat eine schwere Reise hinter sich, da es sechs Wochen ungeliebt bei einer Poststelle lag, da ich weder einen Zettel im Briefkasten hatte, dass es abgeholt werden möchte, noch zurückgeschickt wurde. Zu meinem Glück, denn so konnte ich es doch noch retten und endlich aus seinem engen Karton befreien.
Der erste Eindruck ist fantastisch: das Buch ist groß und schwer, die Seiten sind aus sehr gutem Material und die Bilder farbenfroh. Auf den ersten Blick wirkt das Buch mit sehr viel Liebe gestaltet.

Das Buch ist das Tagebuch von Philomena Dashwood, einer jungen Monsterjägerin auf einer Monsterreise mit einem Luftschiff. Gespickt ist das Tagebuch mit Fotos von den Menschen und Monstern, denen sie begegnet, Momentaufnahmen und Reisematerial. Zwischendurch lässt sich auch eine Karte blicken. Das erste, was mir beim Lesen aufgefallen ist, ist die fehlende Jahreszahl. Wenn ich ein Tagebuch schreibe, möchte ich doch wissen, in welchem Jahr mir das alles passiert ist. Dafür steht der Wochentag da, den ich eher uninteressant finde. Nach jedem Abenteuer von Philomena kommen „Tipps für Monsterjägerinnen“. Gleich das nächste Problem: Wenn es ein Monsterjägerhandbuch ist, warum stehen dann nur Tipps für Monsterjägerinnen drin? Dann hätte man das doch gleich Monsterjägerinnenhandbuch nennen können, oder eben Tipps für Monsterjäger allgemein. Des weiteren sind einige Tipps recht albern, z.B. die Körpersprache mit einer Mumie. Das alles zieht die Monsterjagd von Frauen sehr ins lächerliche, da sie anscheinend mehr auf Etikette achten als echte Tipps bei der Monsterjagd zustande zu bringen. Finde ich sehr schade.

Komme ich nun zu der Aufmachung: Die Tagebucheinträge sind auf vergilbten Papier, manchmal mit kleinen Zeichnungen. Diese Seiten finde ich recht stimmig, auch wenn die Tagebucheinträge es nicht sind. So würde ich keine Tagebucheinträge schreiben. Es sind Kurzgeschichten, denen es manchmal an Details fehlt, weil sie eben Tagebucheinträge darstellen sollen. Also nicht Halbes und nichts Ganzes.
Die Bilder sind, wie oben schon erwähnt, sehr farbenfroh. Und genau da liegt das Problem. Die Fotos wirken zu gestellt, die Darsteller sehen zu geleckt aus für Bilder, die mitten im Geschehen geschossen worden sein sollen. Außerdem fehlt mir ein Filter über dem ein oder anderen Bild. Es gibt auch Bilder, die sehr stimmig aussehen, doch in einem Tagebuch erwarte ich ein paar Knickfalten, vielleicht mal ein Fleck, und dass man den Bildern ein gewisses Alter ansieht. Wenn man sich mit den Fotos solche Mühe macht, warum bringt man es dann nicht zu Ende? Natürlich gibt es auch viele Fotos, die stimmig waren und mir sehr gefallen haben, z.B. die Fotos aus der Irrenanstalt. Auch das Zusatzmaterial, wie die Anzeige für die Monsterjagd oder die Sicherheitshinweise bei einer Evakuierung eines Luftschiffes, fand ich sehr stimmig.

Alles in allem kann ich nicht bezweifeln, dass dieses Buch mit viel Liebe gestaltet wurde, doch meinen Ansprüchen genügt es nicht. Die Fotos sind zu gestellt und passen für mich nicht in ein Tagebuch. Die Models sehen gecastet aus und nicht, als wären sie tatsächlich in dieser Steampunk-Szene aktiv. Die Kostüme wurden sicherlich mit viel Liebe zum Detail ausgesucht, sehen aber zu neu aus. Die Menschen sind aufpoliert und passen für mich nicht zum Steampunk. Die Tipps für Monsterjägerinnen sind mir zu albern. Ich würde dieses Buch für Monsterjäger nicht empfehlen, da ich es dahingehend wenig hilfreich finde. Die Aufmachung ist aufwändig und edel, der textliche Inhalt witzig und lesenswert, aber das drum herum hat mich enttäuscht.

Freitag, 12. Oktober 2018

Broken Wide - Gefährliche Freiheit von S.K.Quinn


Titel: Broken Wide – Gefährliche Freiheit (Mindjack #6)
Übersetzer: Michael Drecker
Seiten: 282
eBook
Mindjacker-Reihe (6 Teile)

Achtung! Spoiler zu der Mindjack-Reihe!

Zeph hat viel um die Ohren. Er will Tiller aufhalten, seinen Vater aus Wrights Klauen befreien, beweisen, dass der Präsident am Anschlag auf seinen Vorgänger beteiligt war und nebenbei noch Frieden zwischen Jackern und Lesern herstellen. Doch am liebsten möchte er Tessa schnappen und dem ganzen Wahnsinn entfliehen. Doch dafür steckt er schon zu tief drinnen.

Das Finale der Mindjack-Reihe ist aufreiben. Der sechste Teil schließt unmittelbar an den fünften an und genauso unmittelbar ist der Leser wieder im Geschehen drin. Zeph hat sich eine Menge vorgenommen, doch wer die Reihe kennt, weiß, dass er meistens irgendwie schafft, was er sich vornimmt. Doch natürlich geht auch wieder eine Menge schief, Pläne gehen nicht so auf, wie Zeph sich das gedacht hat, oder Wright und die DARPA sind ihm mal wieder voraus.
Wird der Frieden zwischen Lesern und Jackern möglich sein? Im Lauf der Mindjacker-Reihe ist auch in mir der Wunsch nach Frieden zwischen Jackern und Lesern gewachsen, doch gleichzeitig wachsen auch die Zweifel, ob das überhaupt möglich ist. Solange nicht alle ehrlich mit einander sind, also Politiker zu den Lesern und Jackern, so lange wird es keinen Frieden geben. Das hat auch Zeph erkannt. Doch was kann er schon tun? Er ist ja selbst nicht ehrlich.

Das Finale reißt den Leser mit, und kaum wühlt man sich durch das Geschehen an Zephs Seite, ist es auch schon wieder vorbei und man kann aufatmen. Hat er es geschafft? Das erzählt euch Zeph lieber selbst. Und wer die Mindjacker noch nicht kennt, dem empfehle ich Kiras Geschichte.