Sonntag, 6. Januar 2019

Trywwidt – Auf den Pfaden der Nacht von K.Bellis


Titel: Trywwidt – Auf den Pfaden der Nacht (Band 3)
Seiten: 512
eBook/ Taschenbuch
Trilogie

Achtung! Spoiler zu Band 1 und Band 2!

Seit die grün-haarige Elfe wieder in Korwin Schwarzvogels Leben getreten ist, hat sie ihm nur Ärger gebracht, einschließlich seiner Einäscherung. Ein Grund mehr, warum Trywwidt alles wieder gut machen will, sehr zum Leid von Korwin. Denn dieser ist auf der Suche nach dem neuen Emporkömmling, der alle Vampire beherrschen und die Menschheit versklaven will. Dabei sind seine Mitbewohner Alex und Klaus keine wirklich große Hilfe. Auch dass er immer noch von Professor Messerbachs Schlägertrupp beschattet wird, macht Korwins Leben nicht einfacher. Allein seine Ira bringt etwas Wärme in sein düsteres Leben. Und etwas Menschlichkeit. Doch auch Iras Leben gerät Zusehens ins Gefahr.

Wer Trywwidt in seinem Leben hat, dem wird garantiert nicht langweilig. Doch dass die chaotische Elfe aus dem ersten Teil sich verändert hat, fällt in diesem Buch sofort auf. Natürlich bringt Trywwidt immer noch die besten Schimpfwörter in diese Welt oder verwechselt menschliche Sprichwörter, doch genau das macht sie so liebenswert. Dafür ist sie effizienter, wenn sie Korwin helfen will, und es ist gleich weniger chaotisch, meistens zumindest. Das Leben als Hüterin der Pflanzen bringt eben Verantwortung mit sich, die Trywwidt sehr gut steht.
Auch Ira hat sich vom Mauerblümchen zu einer starken Frau an Korwins Seite entwickelt. Sie hat zwar manchmal noch ein Problem mit den vampirischen Eigenheiten ihrer Mitbewohner, trotzdem sorgt sie sich rührend um alle drei.
Allein Korwin ist und bleibt ein oberlehrerhafter Schwarzseher, der Elfen- und Menschentechnologie zu gleichen Teilen verteufelt. Dennoch ist er sehr fürsorglich, wenn es um „seine Brut“ oder seine Menschenfreundin geht. Sogar Trywwidt hat er irgendwie ins Herz geschlossen, sofern das bei Vampirherzen überhaupt geht.

Die Geschichte um diese bunte Familie hat viele Stränge, die alle irgendwie zusammen laufen. Sogar offene Fragen aus den anderen beiden Büchern werden beantwortet. Das Finale ist blutig. Wie sollte es auch anders sein bei Vampiren? Und obwohl schon relativ früh klar wird, wer eigentlich der Bösewicht ist, ist es doch spannend mitzuerleben, wie auch der allerletzte, in dem Fall Korwin, auf die Lösung kommt. Und wie Ira und Trywwidt ihre letzten Kräfte mobilisieren, um alles zum Guten zu wenden. Happy End? Vielleicht …

Und weil ich Trywwidt so mag, habe ich diesen WoW-Charakter erstellt: 

Montag, 31. Dezember 2018

Jahresrückblick 2018


Jahresrückblick 2018

Kaum hat das Jahr begonnen, ist es auch schon wieder vorbei. Bevor ich ein paar Fakten zu meinem Lesejahr nenne, fasse ich 2018 privat zusammen. Vorgenommen hatte ich mir, mehr Zeit für mich zu haben, mehr für mich zu tun und kreativer zu werden. Habe ich das alles erfüllt? Ja. Ich spiele seit August Cello, ich stricke wieder und verbessere mich stetig. Ich mache Sport und fühle mich gut dabei. Ich lese weniger, dafür nicht mehr alles, was mir vor die Nase kommt.
Ich habe letztes Jahr im September meine erste eigene Wohnung bezogen und im Haus meinen karg kennen gelernt. Um Miete zu sparen, und da wir sowieso immer zusammen Zeit verbringen, bin ich zu ihm gezogen und habe meine Wohnung gekündigt. Das heißt es gibt erstmal keine neuen Bücherregalfotos, da meine Bücher eingelagert werden, bis wir eine neue Wohnung haben (Daumen drücken). Wir waren bei der Leipziger Buchmesse und auf der Buch Berlin. Beide Messen sind auch für 2019 eingeplant.

Und nun ein paar Fakten:
Ich habe dieses Jahr 78 Bücher gelesen, das macht 24355 Seiten. Davon waren 45 Taschenbücher, 17 Gebundene Ausgaben und 16 eBooks. Ich habe 37 Rezensionsexemplare und insgesamt 66 Neuzugänge bekommen.
Die meisten Bücher habe ich im Januar und im März gelesen (10), aber im März die meisten Seiten (3899). Die wenigsten Bücher habe ich April und im November gelesen (4), aber die wenigsten Seiten im November (1320).
Mein Stapel ungelesener Bücher hatte sein Hoch mit 25 Büchern im April und den niedrigsten Stand im Oktober mit 7 Büchern.
Zum Vergleich: In 2017 habe ich 130 Bücher und 42110 Seiten gelesen. Ich habe 85 Rezensionsexemplare und insgesamt 148 Neuzugänge gehabt. Mein SuB hatte ein Hoch von 28 und einen Niedrigstand von 21 Büchern. Die meisten Seiten in einem Monat waren über 5000, die meisten Bücher fast 20. Die die wenigsten Bücher 6 und die wenigsten Seiten knapp unter 2000.

Mein letztes Buch in 2018 ist Trywwidt – Auf den Pfaden der Nacht von Klara Bellis. Zugleich ist es auch mein erstes Buch in 2019. Für das neue Jahr habe ich mir vorgenommen, eine schöne Wohnung zu finden, weiter meinen zahlreichen Hobbies zu frönen und viel Zeit mit den Menschen zu verbringen, die mir am Herzen liegen. Euch wünsche ich einen guten Rutsch, wir lesen uns hoffentlich im Neuen Jahr wieder :)

Sonntag, 30. Dezember 2018

Monatsrückblick: Dezember 2018


Monatsrückblick: Dezember 2018

Kaum ist der November vorbei, rast der Dezember nur so und schon befinden wir uns am Monatsende. Hier sind meine gelesenen Bücher:

Das macht 5 beendete Büche rund 1723 gelesene Seiten. Hier sind meine Neuzugänge und mein SuB.




Top Charakter: Welche ägyptischen Gott nehme ich denn da? Jeder hatte so seine glorreichen Momente in Kemet.
Flop Charakter: Auch da kann ich mich nicht so recht entscheiden.
Top des Monats: Ich habe von meinem karg ein ganz zauberhaftes Portrait geschenkt bekommen :D
Flop des Monats: DPD -.-

Samstag, 22. Dezember 2018

Station 8 – Episode 1 von D.Stalder


Titel: Station 8 – Episode 1
Seiten: 100
Taschenbuch/ eBook
Reihe

Vorerst eine Warnung: Der Klappentext verrät meiner Meinung nach die gesamte Geschichte von diesem kurzen Buch. Klar, es ist der Auftakt einer längeren Reihe, trotzdem finde ich, reicht der Auszug des Klappentextes, wie ich ihn unten kopiert habe. Der lange Klappentext wäre für ein dickeres Buch hervorragend, doch für dieses Format ist er ungeeignet.

Klappentext (Auszug):
Die Welt steht still.
Ein halbes Jahr Nacht.
Ein halbes Jahr Tag.
12 Stationen.
1288 Menschen in Station 8.



Die Welt, wie wir sie kennen, ist schon seit Generationen zerstört. Die Menschen leben in 12 Stationen und alles ist knapp. Der erste Tag der sogenannten Twilight Days bricht auf Station 8 an, und damit beginnt ein halbes Jahr Tag. Henry Payton leitet die erste Schicht des neuen Tages und funkt die Partnerstation 1 an, wie er es traditionsgemäß schon seit Jahren macht. Doch Station 1 reagiert nicht.

Episode 1 führt den Leser in das Leben auf Station 8 ein. Man lernt einzelne Personen und ihre Aufgaben kennen, und bekommt eine Vorstellung vom strengen Leben auf der Station. Nur am Rande wird beschrieben, wie die Welt außerhalb der Station aussieht.
Dieses kleine Buch ist der Auftakt einer Reihe, die verspricht spannend zu werden. Schon die Aufmachung ist stimmungsvoll.

Donnerstag, 20. Dezember 2018

Kemet – Die Götter Ägyptens (Anthologie)


Titel: Kemet – Die Götter Ägyptens
Autor: Udo Brückmann, Jessica Iser, Axel Pirker, Corinna Schattauer, Marcus Rauchfuß, Markus Cremer, Tino Falke, Jenny Wood, Martin Rüsch, Caroline Strack, Melanie Vogltanz
Herausgeber: Katharina Fiona Bode, Grit Richter
Seiten: 241
Taschenbuch

Es gibt viele Götter auf dieser Welt. Die bekanntesten sind wohl die griechischen Götter bzw. ihre Alter-Ego, die römischen Götter. Spätestens durch Percy Jackson sollten sie bekannter sein, als durch den Lateinunterricht. Die nordischen Götter rücken auch in dieser Zeit durch Fernsehserien in den Vordergrund. Kein Wunder also, dass auch die ägyptischen Götter Beachtung finden wollen. Ich weiß natürlich, dass der Schaffer von Percy Jackson auch eine Reihe mit den ägyptischen Göttern hat, doch die habe ich noch nicht gelesen. Umso mehr hat es mich gefreut, als dieses Buch im art skript Phantastik Verlag erschienen ist.

Die vorliegende Anthologie ist ein guter Start in die ägyptische Götterwelt, da es im Vorwort von Akram El-Bahay eine kurze Erklärung zur Entstehung dieser gibt. Der Leser lernt anschließend Anubis, Isis und wie sie nicht alle heißen, von einer ganz neuen Seite kennen.

Zum Beispiel ist Das groteske Tagebuch des Anubis von Jessica Iser eine gute Möglichkeit sich ins Gedächtnis zu rufen, welche Gottheiten welche Kräfte haben und welche Köpfe sie zieren. Und es ist auch eine Warnung an alle Museumsbesucher den Sarkophagen nicht zu nahe zu kommen.

The Crocodile Splash Toilet Company von Markus Cremer ist eine witzige und mystische Kurzgeschichte, mit ihrem ganz eigenen Humor. Vor allem die Erwähnung von Lovecraft und seinen Gestalten hat mir gefallen. Es hätte mich auch nicht gewundert, wenn Archibald Leach aufgetaucht wäre.

Von Herzen von Tino Falke und Tausend Jahre und ein Tag von Caroline Strack zeigen die menschlichen Seiten der Götter, und haben mir ebenfalls sehr gut gefallen.

Die Geschichten unterscheiden sich in Erzählperspektive und Thematik. Gemeinsam ist ihnen nur der grobe Überbegriff der Götter Ägyptens. Und das macht diese Anthologie so vielseitig und aufregend. Die verschiedenen Autoren haben unterschiedliche Aspekte der Götterwelt aufgegriffen und auf ihre eigene Weise in wundervolle Geschichten verpackt. Mal witzig, mal düster, mal emotional, aber stets unterhaltsam.

Dienstag, 18. Dezember 2018

Die Gaben der Quelle – Befreit von C.Oskolm


Titel: Die Gaben der Quelle – Befreit (Band 4)
Autor: Cea Oskolm
Seiten: 380
Taschenbuch/ eBook
Die Gaben der Quelle (6 Bände)

Achtung Spoiler! Hier geht es zum ersten Teil.

Kaum ein Buch schafft es, mich wirklich zu überraschen. Alles wurde irgendwie schon mal erzählt. Klar gibt es Geschichten, die ich trotzdem liebe, weil eine Umsetzung neu ist und mich begeistert hat. Doch gerade unter den Selfpublishern entdecke ich wahre Perlen, die mich von Grund auf fesseln, deren Geschichten anders sind als alles, was ich bisher kannte. Trywwidt und Die Träne des Fressers sind solche Bücher. Und die Reihe von Cea Oskolm gehört ebenfalls dazu. Mittlerweile erscheint der vierte Band und ich bin genauso aufgeregt wie nach dem ersten. Wann geht es weiter? Wie entwickeln sich die Charaktere? Wie will Jean aus der Sache wider herauskommen? Wie wird Salis das alles irgendwie wieder zurechtbiegen? Wann darf ich erneut auf die Drei Planeten reisen?

„Wenn ich nicht schon über beide Ohren in sie verknallt wäre, spätestens jetzt wäre es um mich geschehen! Was für ein Auftritt!“ (S.179)

Im vierten Teil geht es natürlich spannend weiter und schließt direkt an den dritten Band an. Die vermeintlichen Kretarianer sind weiterhin auf dem Weg zu den Drei Planeten, angezogen von der Quelle und ihrer Macht. Die Königin möchte die Quelle trotzdem öffnen, vor allem um ihr Volk zu schützen. Salis soll die Hallen der Lebenden öffnen, doch er möchte lieber Zeit mit seiner Braut verbringen. Denn Salis ist verliebt. Doch die Quelle nimmt keine Rücksicht auf ihren Dragor und so überschlagen sich die Ereignisse.
Ich weiß gar nicht, was ich zu dem Buch alles sagen soll, ohne etwas zu verraten. Wer die ersten drei Bücher gelesen hat, wird wissen, was ich meine. Wer sich bis jetzt noch unschlüssig war, wird sich vermutlich niemals entscheiden. Ich liebe diese Reihe. Die Charaktere und die Geschichten sind einzigartig. Es ist spannend zu sehen, wie sie sich entwickeln. Und auch wenn Jean wahrscheinlich ein Mädchenschwarm ist, ist Salis der weitaus spannendere Charakter. Ich kann den nächsten Teil kaum erwarten und zittere gleichzeitig vor dem Ende. Denn wir sind schon im vierten Teil und es folgen nur noch zwei.


Sonntag, 16. Dezember 2018

walkaway von C.Doctorow


Titel: walkaway
Autor: Cory Doctorow
Übersetzer: Jürgen Langowski
Verlag: Heyne
Seiten: 736
Taschenbuch

Klappentext:
Die nahe Zukunft: Der Planet ist vom Klimawandel gezeichnet, die moderne Gesellschaft wird von den Ultra-Reichen regiert und die Städte haben sich in Gefängnisse für den normalen Bürger verwandelt. Doch es ist auch eine Welt, in der sich Lebensmittel, Kleidung und Obdach per Knopfdruck produzieren lassen. Warum also in einem System ausharren, das die Freiheit des Menschen beschränkt? Vier ungleiche Helden machen sich auf den Weg in die Wildnis. Dort suchen sie Unabhängigkeit, Glück und Selbstbestimmung. Was sie aber stattdessen dort finden, stellt ihre ganze Welt auf den Kopf: den Weg zur Unsterblichkeit ...



Der Klappentext dieses Buches klingt sehr spannend: Eine Welt im Überfluss und Menschen, die ihrem Gefängnis entkommen wollen. Klasse. Doch leider entspricht das Buch überhaupt nicht meinen Erwartungen. Das Gefängnis, also die Städte, entsprechen einer nicht allzu fernen Zukunft unserer realen Städte. Vieles ist hoch technologisiert und einfache Arbeiten werden von Maschinen oder künstlichen Intelligenzen/ Robotern übernommen. Die Arbeitslosenzahl ist hoch und das Geld gering. So ist es nicht verwunderlich, dass für viele der Walkaway attraktiv ist. So auch für die Helden.
Der Walkaway ist aber ganz anders, als ich ihn mir vorgestellt habe. Natürlich liegt es nahe aus verlassenen Gebäuden und Fabriken die Materialien für neue Gebäude zu nutzen. Aber die Art und Weise, wie aus diesen Dingen Kleidung und insbesondere Nahrungsmittel hergestellt werden, entzieht sich völlig meiner Vorstellungskraft.
Interessant finde ich allerdings die Mentalität der Walkaways. Ihre Grundgedanken sind sehr gemeinschaftlich: jeder gibt sein bestes und erwartet nichts. Natürlich gibt es auch immer Menschen, die ein Belohnungssystem einführen wollen, die Vergleiche anstellen oder sich an die Spitze anderer stellen wollen, doch der Konsens der Gruppe ist in den meisten Fällen überzeugend und harmonisch. Beeindruckend.

Jedes Kapitel ist in Unterkapitel unterteilt, sodass es eine Aneinanderreihung von verschiedenen Geschichten ist, die alle zusammen gehören und zeitlich in einer Reihenfolge stattfinden, aber immer einen anderen Fokus haben. So lernt man im ersten Kapitel die Helden kennen, im zweiten etwas über den Walkaway und im Dritten ist die Unsterblichkeit das erste mal Thema, wozu ich nichts weiter sagen möchte, und so weiter.
Alles in allem ist dieses Buch recht langatmig und doch fesselnd, weil man wissen möchte, wie es im Walkaway weiter geht. Es ist ein umfangreiches Buch, und damit meine ich nicht die Seitenanzahl. Doch der Überfluss, in dem die Walkaways Leben, macht für mich einfach keinen Sinn und daher gefällt mir das Buch nicht.