Freitag, 12. Oktober 2018

Broken Wide - Gefährliche Freiheit von S.K.Quinn


Titel: Broken Wide – Gefährliche Freiheit (Mindjack #6)
Übersetzer: Michael Drecker
Seiten: 282
eBook
Mindjacker-Reihe (6 Teile)

Achtung! Spoiler zu der Mindjack-Reihe!

Zeph hat viel um die Ohren. Er will Tiller aufhalten, seinen Vater aus Wrights Klauen befreien, beweisen, dass der Präsident am Anschlag auf seinen Vorgänger beteiligt war und nebenbei noch Frieden zwischen Jackern und Lesern herstellen. Doch am liebsten möchte er Tessa schnappen und dem ganzen Wahnsinn entfliehen. Doch dafür steckt er schon zu tief drinnen.

Das Finale der Mindjack-Reihe ist aufreiben. Der sechste Teil schließt unmittelbar an den fünften an und genauso unmittelbar ist der Leser wieder im Geschehen drin. Zeph hat sich eine Menge vorgenommen, doch wer die Reihe kennt, weiß, dass er meistens irgendwie schafft, was er sich vornimmt. Doch natürlich geht auch wieder eine Menge schief, Pläne gehen nicht so auf, wie Zeph sich das gedacht hat, oder Wright und die DARPA sind ihm mal wieder voraus.
Wird der Frieden zwischen Lesern und Jackern möglich sein? Im Lauf der Mindjacker-Reihe ist auch in mir der Wunsch nach Frieden zwischen Jackern und Lesern gewachsen, doch gleichzeitig wachsen auch die Zweifel, ob das überhaupt möglich ist. Solange nicht alle ehrlich mit einander sind, also Politiker zu den Lesern und Jackern, so lange wird es keinen Frieden geben. Das hat auch Zeph erkannt. Doch was kann er schon tun? Er ist ja selbst nicht ehrlich.

Das Finale reißt den Leser mit, und kaum wühlt man sich durch das Geschehen an Zephs Seite, ist es auch schon wieder vorbei und man kann aufatmen. Hat er es geschafft? Das erzählt euch Zeph lieber selbst. Und wer die Mindjacker noch nicht kennt, dem empfehle ich Kiras Geschichte.

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Im Schatten des Mondes von C.Antelmann


Titel: Im Schatten des Mondes
Autor: Corinna Antelmann
Seiten: 204
Taschenbuch

Leo ist ein Mondscheinkind. Mit zwei wurde dieser Gendefekt bei ihm festgestellt, der verhindert, dass er UV-Licht verträgt. Seitdem hat er viel über sich ergehen lassen: Den Spott der Kinder in der Schulde, Operationen, die Liebe seiner Mutter, die Abneigung seines Vaters und den Neid seiner Schwester. So verspricht er sich von dem Schulwechsel nicht viel. Sein einziger Freund ist der Wolf im Zoo, der, wie er, hinter Gittern gefangen ist und den Feind, den Mondmann, an heult. Doch eines Nachts steht plötzlich ein Mädchen neben ihm vor dem Wolfskäfig.
Ina lebt in ihrer ganz eigenen Welt. Sie ist Astronautin und möchte mit ihrer Rakete auf den Mond fliegen. Sie lebt am liebsten Nachts, und so ist es nicht verwunderlich, dass sie den mondfarbenen Jungen am Wolfskäfig überrascht.

Dieses Buch ist außergewöhnlich. Es ist zwar eine Liebesgeschichte, doch anders, als man vermuten möchte bei diesem Cover. Es ist vor allem eine Geschichte über einen 16 jährigen Jungen, dessen Leben mit zwei Jahren endete. Seitdem lebt er eigentlich nur noch von Operation zu Operation, weiß selbst nicht, was er will, und verlässt sich auf seine Mutter, die nur für ihn zu leben scheint, auch wenn er das gar nicht möchte. Er ist in sich gekehrt, allein mit seiner Krankheit, und eigentlich hofft er nur, dass es bald vorbei ist.
Es ist aber auch eine Geschichte über Familie, Mutterliebe, Freundschaft, und dass jeder seines eigen Glückes Schmied ist. Und dass man manchmal einen Freund braucht, eine andere Sichtweise, um sein Leben ändern zu wollen. Licht und Schatten, Sonne und Mond. Sie können nicht ohne einander, und Leo und Ina erzählen ihre Geschichte lieber selber.

Der Leser lernt in diesem Buch den Mond nicht nur von seiner strahlenden Seite kennen, sondern auch von seiner Schattenseite. Und dass auch diese voller Schönheit ist. Der Schreibstil ist sehr leicht zu lesen, und doch manchmal etwas verwirrend. Was ist Wirklichkeit und was ein Traum? Gibt es da überhaupt einen Unterschied? Und wer bestimmt das? Leos Mutter? Inas Paps?



Samstag, 29. September 2018

Monatsrückblick September 2018


Monatsrückblick: September 2018

So schnell kann ein Monat vergehen, wenn man sich auf den lang ersehnten Urlaub freut. Und man lieber ein Spiel am Laptop spielt, als zu lesen. ö.Ö Deswegen hier meine vielen vielen gelesenen Bücher:
- Sex Macht Utopie
- Bookless – Gesponnen aus Gefühlen
- Bookless – Ewiglich Unvergessen

Das macht 4 beendete Bücher und 1539 gelesene Seiten. Immer noch mehr Seiten als im Juli ;)
Diesen Monat gab es keine Neuzugänge, deswegen hier nur ein Foto von meinem aktuellen SuB:



Top Charakter: Colin aus Bookless
Flop Charakter: Alisa Perne
Top des Monats: Endlich Herbst
Flop des Monats: die heißen Tage nahmen irgendwie kein Ende

Donnerstag, 27. September 2018

Thirst von C.Pike


Titel: Thirst No.1 (The Last Vampire, Black Blood, Red Dice)
Autor: Christopher Pike
Verlag: Simon Pulse
Seiten: 594
englisches Taschenbuch
Thirst Trilogie mit jeweils drei Titeln pro Buch (insgesamt 9 Geschichten)

Alisa ist ein 20 jähriges Mädchen, vielleicht jünger, vielleicht älter. Sie sieht jünger aus, als sie ist, denn sie ist 5000 Jahre alt und ein Vampir. Der letzte Vampir. Sie wird in das Büro des Privatdetektivs Mr. Riley bestellt und ahnt, dass es nicht gut ausgehen wird. Sie ist überrascht, wie viel Mr. Riley über sie herausgefunden hat und wie standhaft er seinen Auftraggeber für sich behält. Diesem Abend in Mr. Rileys Büro folgen viele fatale Geschehnisse. Alisa lernt neue Menschen kennen, findet ihre große Liebe wieder, trifft alte Feinde, neue Freunde und hinterlässt eine Schneise der Zerstörung.

Dieses Buch besteht aus drei Geschichten. Ich beziehe mich, um Spoiler zu vermeiden, nur auf The Last Vampire, die erste Geschichte.
Das erste, was auffällt, ist die Erzählperspektive. Alisa erzählt ihre Geschichte selbst, aus der Ich-Perspektive. Es ist, als würde man einem Freund zuhören. Man kommt dementsprechend schnell in die Geschichte rein. Man ist allerdings auch der Selbstverherrlichung der Erzählerin ausgesetzt, was mich anfangs sehr genervt hat. Ja, ich habe verstanden, dass sie 5000 Jahre alt und ein Vampir ist, danke. Ich habe auch verstanden, dass sie durch das Alter sehr mächtig geworden ist. Was Anfangs wie Beweihräucherung klingt, entpuppt sich schnell als erlaubte Arroganz. Damit meine ich, wenn sie sagt, dass sie das schafft, dann schafft sie das auch. Sie kennt ihre Kräfte und ihre Macht sehr genau und weiß auch sehr genau, wie sie sie einsetzen muss, um zu bekommen, was sie will. Sobald man sich daran gewöhnt hat, liest sich die Geschichte von Alisa leicht weg.
Besonders spannend finde ich ihre Vergangenheit, in die sie immer wieder eintaucht. Sie erzählt von ihren Anfängen, ihrem früheren Leben, wie sie zu einem Vampir geworden ist, und wie sie zum letzten Vampir geworden ist. Das fand ich alles sehr spannend und finde es schade, dass es manchmal nur so nebenbei erwähnt wird.
Es gibt noch mehr Dinge, die mich an der Protagonistin stören, doch möchte ich darauf nicht zu sehr eingehen. Die ganze Geschichte, entwickelt sich schleppend, und doch sehr plötzlich. Es gibt so einige Entscheidungen und Gefühlsregungen, die ich nicht verstehe. Aber ich bin auch kein 5000 Jahre alter Vampir.

Besonders schön finde ich, wie Christopher Pike die Vampire beschrieben hat. Einerseits deren Entstehung, wie sie überhaupt in diese Welt gekommen sind, andererseits, wie neue entstehen. Aber auch die ganzen Klischees werden bedient, oder eben widerlegt. Das ist keine Verherrlichung oder Romantisierung der Tatsachen, es ist in diesem Fall eine Aufzählung an Fakten. Keine glitzernden „Vegetarier“ und keine sonnescheuen Gruftis. Alise könnte als normales Mädchen durchgehen, wenn sie es denn möchte.

Die Geschichten um Alisa sind blutrünstig und actionreich, nicht was man von einem Jugendbuch oder einem Vampirbuch in diesem Bereich erwartet. Das finde ich toll, denn Alisa hat mich überrascht und in ihren Bann gezogen. Trotzdem sie 5000 Jahre alt ist und ein Vampir. ;)


Freitag, 31. August 2018

Monatsrückblick: August 2018


Monatsrückblick: August 2018

Der Monat neigt sich dem Ende, genau wie der Sommer. Was gibt es zu berichten? Folgende Bücher habe ich gelesen:

- jeder ist beziehungsfähig
- Die Gabe der Auserwählten

Das sind 8 beendete Bücher und 2461 gelesene Seiten. Hier kommen auch schon meine Neuzugänge und mein SuB:
Neuzugänge: 5 Bücher

SuB: 13 Bücher, Bookless 2 und 3 fehlen ^^




Top Charakter: Jaydee *.* und Tarl :D Achja, ich mag auch Kaden.
Flop Charakter: Rafe. Ich mag ihn einfach nicht ;)
Top des Monats: Neue Jacke.
Flop des Monats: Zu waaarm für meine neue Jacke xD

Bookless von M.Woolf


Titel: Bookless – Wörter durchfluten die Zeit
Autor: Marah Woolf
Verlag: Oetinger
Seiten: 324
Taschenbuch
Bookless-Trilogie

„Wer ließ sich schon so etwas Uncooles wie ein Buch auf den Puls tättowieren?“ (S. 90)

Lucy ist ein Bücherwurm, eine Leseratte, und zu ihrem Glück hat sie das Praktikum in der Nationalbibliothek von London bekommen. Als sie ins Archiv versetzt wird, findet sie leere Bücher und spürt deren Schmerz. Sie macht sich auf die Suche nach der Ursache und trifft dabei Nathan, dem sie sich anvertraut. Doch vielleicht war ihr Vertrauen zu früh, denn plötzlich schwebt sie in großer Gefahr.

Lucy ist ein Waisenkind, das endlich auf eigenen Beinen stehen will. Weder weiß sie, woher sie kommt, noch wer ihre Eltern sind. Einzig das Tattoo am Handgelenk hat sie schon immer. Lucy liebt Bücher und Geschichten. Dass sie etwas Besonderes ist, merkt der Leser spätestens, als sie anfängt im Archiv zu arbeiten.
Nathan ist ebenfalls etwas Besonderes. Doch anders als Lucy, ist er bei seinem Großvater aufgewachsen und hat eine Aufgabe, die er gewissenhaft erledigt. Doch dann trifft er auf Lucy, und ungewollt stellt sie sein Leben auf den Kopf.
Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an Bücher, die Worte und Geschichten, die sie enthalten; es ist auch eine Geschichte über den Irrglauben einige Menschen das Wissen für sich pachten zu können, über Traditionen, die gebrochen werden können und über die Liebe zu Büchern.

„Das Wort, das Wissen und die Weisheit der Bücher dürfen nicht länger verborgen werden. An Worten sollen die Seelen der Menschen emporwachsen. Worte sollen die Waffen der Zukunft sein.“ (S.222)

Marah Woolf schafft es den Leser in die Bibliothek mit zu nehmen und nicht mehr loszulassen. Mit Lucy erlebt der Leser ein Abenteuer, das um Leben und Tot und noch mehr darüber hinaus geht. Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil.

Samstag, 18. August 2018

Bestias von G.Walters

Titel: Die Bestien Chroniken -Bestias (Band 1)
Autor: Greg Walters
Seiten: 373
Taschenbuch/ eBook
Die Bestien Chroniken

„Kol war wie eine Krankheit, die in die Menschen sickerte und immer stärker ausbrach, je länger sie sich hier aufhielten.“ (S.161)

In Kol lebt die Sorglosigkeit, denn die Stadt wird tagsüber von den Bestien verschont und nachts von Magiern durch eine Kuppel beschützt. Als die Bestien über die Menschheit kamen, kam auch die Magie in ihre Welt. Doch eine Stadt wurde verschont, die einzige Stadt, die es noch gibt.
In dieser Stadt gibt es jede Saison Gladiatorenkämpfe gegen Bestien, um die Vorherrschaft der Menschen über die Bestien zur Schau zur stellen. Als drei Jugendliche aus unterschiedlichen Gründen in die Arena kommen und antreten sollen, ändert sich jedoch alles.

Eine neue Reihe von Greg Walters, wie aufregend! Das Cover finde ich ansprechend. Der Knabe im Vordergrund mit seinem unergründichen Blick, und die Bestien im Hintergrund haben mich sehr neugierig gemacht. Wer seine andere Reihe, Die Farbseher-Saga, schon kennt, erinnert sich vielleicht an die dunklen Cover mit den Silhouetten der vier Freunde. Und jetzt eine Reihe ganz in weiß!
Schnell lernt der Leser drei unterschiedliche Charaktere kennen: Tarl, der Waisenjunge und Bettler, der vor einer Diebesbande flieht; Ceres, eine stotternde Magischülerin; Balger, ein Barbar aus den weitläufigen Landen. Sie alle finden sich in der Arena als Gladiatoren wieder, und jeder geht anders mit seiner Situation um. Jetzt könnte man meinen, wieder so ein Dreiergespann mit einem intelligenten Mädchen, einem Helden und einem Sidekick. Weit gefehlt! Diese drei sind nämlich alle etwas ganz besonderes und nichts, was man auf den ersten Blick erwartet.

Die Welt ist anders, als wir sie kennen. Bestien haben die Menscheit zusammengetrieben. Kol, was Hoffnung in der alten Sprache bedeutet, ist die einzige Stadt, die es noch gibt. Sie erinnert an das alte Rom; die Bevölkerung wird mit Gladiatorenkämpfen unterhalten, Sklaven werden auf dem Markt feil geboten, und die Stadt wird von den Reichsten der Reichen regiert. Hinzu kommen die Magi, die die Stadt mit einer Kuppel schützen, und ebenfalls zu den sieben reichsten Familien gehören. Nur Externi verlassen die Stadt regelmäßig und bringen Nahrungsmittel aus den weitläufigen Landen in die Stadt, aber die meisten Bürger verlassen Kol nie.
Doch auch außerhalb gibt es Menschen, und die leben ganz anders. Sie werden als Barbaren bezeichnet. Zu recht vielleicht?

Die Kapitel werden immer aus der Sicht einer der Charaktere geschrieben. Die Kapitelüberschriften sind demnach die Namen der Hauptperson. Zwischen diesen gibt es Auszüge aus den Bestien-Chroniken aus der alten Zeit. Was es damit genau auf sich hat, wird im Buch auch noch erklärt.
Diese Auszüge der Chroniken geben der Geschichte noch eine extra Portion Spannung. Neben den Geschehnissen führen die Chroniken uns in längst vergangene Zeiten und Geschehnisse. Anfangs wirken sie nicht, als würden sie wirklich zur Geschichte beitragen. Doch mit der Zeit wird klar, dass dieses Buch mehr ist als ein Abenteuer von Freunden, eine Reise ins Ungewisse. Ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergehen wird.